Der Stich auf der Brücke

Die Fälle werden der Reihe nach freigeschaltet, wie Level. Dies ist Fall 124 von 200.
London, September 1978. Donnerstag, 18 Uhr, die Bushaltestelle am Südende einer Brücke über die Themse. Emil Dorev, ein aus einem Ostblockland geflohener Schriftsteller und Sprecher im Auslandsdienst eines Londoner Radiosenders, spürte beim Warten auf den Bus einen Stich hinten am Oberschenkel.
In der Nacht kam das Fieber. Die Ärzte hielten es für eine Grippe. Vier Tage später starb Emil im Krankenhaus, mit 49 Jahren.
Bei der Obduktion fand ein Regierungslabor in seinem Oberschenkel eine Metallkugel, kleiner als ein Stecknadelkopf. Die Regierung von Emils Heimatland nannte seine Kommentare Verrat.
Drei Menschen kreuzten an jenem Spätnachmittag Emils Weg. Einer von ihnen trug den Tod am Arm.
Südende der Brücke in der Dämmerung, mit rotem Bushalt, schwarzen Taxis und der Themse.
Verdächtige
Margaret AshbyProduzentin von Emils Sendung beim Radio, 44
Anselm KesslerVertreter einer Uhrenteilefabrik aus Wien, 41
Vernon PikeTaxifahrer am Halteplatz am Südende der Brücke, 58
Der echte Fall
Der bulgarische Regenschirmmord
London, England, 1978
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