Der Brand des Teatro La Fenice
Venedig, Italien, 1996
Dieser Fall ist ein fiktives Werk. Die Figuren, Namen, Orte und Ereignisse des Spiels stellen keine realen Personen dar. Der folgende Bericht ist eine sachliche Zusammenfassung des Falls, der als Inspiration diente, auf Grundlage öffentlicher Quellen.
In der Nacht zum 29. Januar 1996 wurde das Gran Teatro La Fenice, das wichtigste Opernhaus Venedigs, durch einen Brand zerstört. Das Theater war wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen. Die umliegenden Kanäle waren zur Reinigung und Ausbaggerung trockengelegt, die Löschboote kamen nicht heran, und das Wasser musste aus größerer Entfernung gepumpt werden, während ein einziger Hubschrauber Wasser zum Feuer flog. Vom Saal blieben nur die Außenmauern stehen.
Die Ermittlungen kamen zu dem Schluss, dass das Feuer gelegt worden war. 2001 verurteilte ein Gericht in Venedig zwei Elektriker, die am Umbau arbeiteten: den Firmeninhaber zu sieben Jahren Haft und seinen Cousin zu sechs. Laut Anklage legten sie das Feuer, um den hohen Vertragsstrafen für die Verzögerung der Elektroarbeiten zu entgehen. Der Firmeninhaber floh nach der letzten Revision und wurde erst 2007 an der Grenze zwischen Mexiko und Belize festgenommen.
Quellen
Im Spiel

Glut im Theater
Venedig, ein Donnerstag im Winter, 21 Uhr. Das Feuer brach im hölzernen Dachboden des Teatro San Fedele aus, dem ältesten Opernhaus der Stadt, das wegen Umbauten geschlossen war.
Es war nicht das erste Mal: La Fenice war schon 1836 abgebrannt und im Jahr darauf wieder aufgebaut worden. Nach 1996 wurde es nach dem Entwurf des Architekten Aldo Rossi "wie es war, wo es war" wiedererrichtet und im Dezember 2003 wiedereröffnet. Das Spiel entlehnt den Dachboden im Umbau, die Strafe für die Verzögerung und den trockenen Kanal; das Theater, die Figuren und die Ermittlung sind erfunden.