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Inspiriert von einem echten Fall

Der Mord an Kim Jong-nam am Flughafen Kuala Lumpur

Kuala Lumpur, Malaysia, 2017

Dieser Fall ist ein fiktives Werk. Die Figuren, Namen, Orte und Ereignisse des Spiels stellen keine realen Personen dar. Der folgende Bericht ist eine sachliche Zusammenfassung des Falls, der als Inspiration diente, auf Grundlage öffentlicher Quellen.

Am Morgen des 13. Februar 2017 wartete Kim Jong-nam, 45, ältester Sohn des früheren nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-il und Halbbruder von Kim Jong-un, im Billigflug-Terminal des internationalen Flughafens Kuala Lumpur auf einen Flug nach Macau. Er lebte seit Jahren im Ausland und reiste mit einem Pass auf den Namen „Kim Chol“. In der Abflughalle traten zwei junge Frauen an ihn heran und schmierten ihm eine Flüssigkeit ins Gesicht. Er bat an einem Schalter um Hilfe, wurde zur Krankenstation des Flughafens gebracht und starb im Krankenwagen auf dem Weg ins Krankenhaus.

Die malaysische Polizei gab bekannt, dass die Todesursache der Nervenkampfstoff VX war, der als chemische Waffe eingestuft ist. Die Kameras des Terminals zeigten den Angriff, und die Spurensicherung fand Spuren des Gifts an der Kleidung der beiden Frauen, einer Indonesierin und einer Vietnamesin. Sie sagten, sie hätten geglaubt, Streiche für eine Show mit versteckter Kamera zu drehen: Männer, die sich als Produzenten ausgaben, hätten sie wochenlang dafür bezahlt, Fremden in Einkaufszentren und Hotels Öl oder Lotion ins Gesicht zu reiben. Vier Nordkoreaner, die die Anklage als Organisatoren benannte, verließen Malaysia noch am selben Morgen und wurden nie vor Gericht gestellt.

Quellen

Im Spiel

Versteckte Kamera

Billigflug-Terminal des Flughafens Kuala Lumpur, Montag, 9:40 Uhr. Um 9:00 Uhr hielt in der Check-in-Halle eine junge Frau einem Mann im blauen Mantel von hinten die Augen zu und rieb ihm etwas ins Gesicht.

Beide Frauen wurden wegen Mordes angeklagt, einem Verbrechen, auf das damals im Land zwingend die Todesstrafe stand. Im März 2019 ließ die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen die Indonesierin plötzlich fallen, und sie kam ohne formellen Freispruch frei. Die Vietnamesin erklärte sich bereit, sich einer geringeren Straftat schuldig zu bekennen, nämlich der Körperverletzung mit einem gefährlichen Mittel, und wurde im Mai desselben Jahres freigelassen. Behörden in Südkorea und den USA machten die nordkoreanische Regierung für die Tat verantwortlich, die sie stets bestritt.